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Aktuelles aus Altdorf - amtl. Bekanntmachungen

Altes Schulhaus / Offizieller Baubeginn für das Alte Schulhaus

Kultureller Treffpunkt für alle Generationen

Altdorf – 01. Juli 2010 - Zwischen dem Rathaus und der evangelischen Kirche fristete das Alte Schulhaus in Altdorf in den letzten Jahren ein eher trauriges Dasein. Damit hat es jetzt ein Ende. Seit wenigen Tagen
Bürgermeister Hellerwird um und in dem Haus fleißig gearbeitet. Dank erheblicher staatlicher Sanierungszuschüsse kann die schon lange bestehende Idee, hier ein Bürgerhaus entstehen zu lassen, jetzt in die Tat umgesetzt werden. Nach der gut zweijährigen Bauzeit wird das Gebäude Anfang 2012 in neuem Glanz erstrahlen und das ortsbild- prägende Ensemble zusammen mit Kirche und Rathaus abrunden. Mit Bürgersaal,Kinderbücherei und verschied-enen Räumen für Vereine wird es zu einer wichtigen An- laufstation für junge und alte Altdorferinnen und Altdorfer.

Mit den ersten Hammerschlägen läutete Bürgermeister Erwin Heller den Baubeginn symbolisch ein
(Foto: Volker Winkler)

Anlässlich des offiziellen Starts der Bauarbeiten betonte Bürgermeister Erwin Heller, dass die Realisierung des Bürgerhauses erst durch die Zusage von staatlichen Fördermitteln in einer Gesamthöhe von 900.000 Euro möglich wurde. Diese Summe setzt sich aus Fördermitteln des Landes für soziale Infrastrukturmaßnahmen (770.000 Euro) und Ausgleichsstockmitteln (130.000 Euro) zusammen, die ausschließlich für die Sanierung des Gebäudes gewährt wurden. „Ein Neubau hätte im Rahmen der Ortskernsanierung mit maximal 270.000 Euro Fördermitteln bezuschusst werden können.“ Da sich die Kosten für einen Neubau sowie die Renovierung mit jeweils rund 1,58 Millionen Euro die Waage halten, kann nur mit der Renovierung des alten Schulhauses die Schaffung des Bürgerhauses Realität werden. Bürgermeister Erwin Heller
Mit der Entscheidung für die Schaffung des Bürgerhauses hatte der Gemeinderat zugleich beschlossen, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und auf verschiedenen Ebenen in das Projekt einzubinden. „Uns ist wichtig, dass hier ein Haus für Altdorf entsteht, das die späteren Nutzer konkret mitentwickeln und gestalten können“, machte Bürgermeister Erwin Heller anlässlich des offiziellen Baubeginns deutlich.

Vielfältige Angebote zur Mitwirkung
So hatte man bewusst eine Bürgerversammlung an den Anfang des Planungsprozesses gestellt, um Anregungen und Ideen für das spätere Nutzungskonzept zu sammeln. Zudem wurden die Einwohner und Vereine eingeladen, die Umbaumaßnahmen aktiv mitzugestalten. „Wir waren positiv überrascht, wie viele gute Anregungen uns erreicht haben und wie viele Menschen sich bereit gefunden haben, selbst an der Umgestaltung mitzuwirken.“ Vom Vesper für fleißige Bauarbeiter, über Demontagearbeiten bis zur Endreinigung sowie der ehrenamtlichen Mitarbeit in der späteren Kinderbücherei reicht das in Aussicht gestellte Engagement der Altdorferinnen und Altdorfer.

Neben der Mitgestaltung und Mitarbeit spielt für Bürgermeister Erwin Heller auch die kontinuierliche und transparente Information über die Entwicklung des Projekts eine wichtige Rolle. Dabei will man sich jedoch nicht nur auf die eigentlichen Baumaßnahmen konzentrieren, sondern auch die ehemaligen Funktionen und die zukünftige Nutzung des Gebäudes in das Kommunikationskonzept einbinden, das zusammen mit der Kommunikationsagentur Dialogmanufaktur entwickelt wurde.
So werden mit regelmäßigen Reportagen im Mitteilungsblatt verschiedene Aspekte und Themen aufgegriffen, die im Zusammenhang mit dem zukünftigen Bürgerhaus und ehemaligem Schulhaus stehen. Auftakt der Serie wird eine Geschichte über Altdorferinnen und Altdorfer sein, die in dem alten Schulhaus noch unterrichtet wurden. Zu einem Treffen waren vor Kurzem rund 20 ehemalige Schülerinnen und Schüler gekommen, um aus ihrer Schulzeit zu berichten. Dem gegenübergestellt werden in einer weiteren Folge die inhaltlichen und pädagogischen Ansätze, die heute in der Altdorfer Adolf-Rehn-Schule verfolgt werden. Eine Geschichte über die aus verschiedenen Generationen stammenden Architekten, eine Betrachtung des Altdorfer Kulturlebens und zum Thema Lesen sind neben der Geschichte des Gebäudes weitere Themen der Artikelserie. Diese wird in regelmäßigen Abständen im Mitteilungsblatt veröffentlicht und anschließend zur Einweihung, um eine fotografische Geschichte des Umbaus ergänzt, als Broschüre veröffentlicht.

Mit diesem Konzept soll nach den Worten von Matthias Nowotny, Inhaber der Kommunikationsagentur Dialogmanufaktur, gleichermaßen die Geschichte und die zukünftige Nutzung berücksichtigt werden. Hinzu kommt eine Seite auf der Homepage der Gemeinde Altdorf (www.altdorf-bb.de), auf der man anhand von aktuellen Bildern den Baufortschritt verfolgen kann. Mit Baustellenbesichtigungen, Arbeitseinsätzen von freiwilligen Helfern, einem Baustellenfest und weiteren Aktionen wird das transparente Kommunikationskonzept abgerundet. Geschaffen wurde auch ein Logo, unter dem alle Maßnahmen rund um das neue Bürgerhaus präsentiert werden.

Kultureller Treffpunkt
Mit dem Bürgerhaus wird nach Überzeugung von Bürgermeister Erwin Heller ein zentraler kultureller Treffpunkt für alle Generationen geschaffen, der auch für kleinere Veranstaltungen multifunktional genutzt werden kann. Somit stelle das Bürgerhaus eine ideale Ergänzung zur Festhalle dar. Kleinkunst, Konzerte und Familienfeiern sollen hier ebenso ihren Platz finden, wie Bildungsveranstaltungen oder Lesungen.

Nach den Ausführungen der Altdorfer Architekten Prof. Dieter Sengler und Achim Schäfer, die gemeinsam den Umbau verantworten, wurde ein Nutzungskonzept entwickelt, das für junge und alte Altdorfer unterschiedliche Möglichkeiten bietet. So ist im Erdgeschoss die Einrichtung eines Bürgersaals vorgesehen, der für kulturelle, aber auch für private Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird. Ergänzt wird das Raumprogramm hier durch einen Technikraum, ein großzügiges Foyer sowie eine Küche und Lagerflächen. Über einen neu zu schaffenden Eingang ist der Bürgersaal ebenerdig zugänglich. Dank eines Aufzugs sind auch die Stockwerke darüber barrierefrei zu erreichen. Der erste Stock umfasst zwei Mehrzweckräume für Vereine, Gruppen und die Erwachsenenbildung, die durch eine verschiebbare Trennwand gemeinsam und getrennt genutzt werden können. Richtung evangelischer Kirche wird ein überdachter Eingangsbereich geschaffen, der im Obergeschoss als Terrasse genutzt werden kann. Dieses ist durch eine überdachte Treppe auch von außen direkt zugänglich. Hier und in einer darüberliegenden Galerie wird die Kinderbücherei ihren Platz finden und viel Platz zum Schmökern und Vorlesen bieten.



Verfasser: Gemeinde Altdorf, 05.07.2010


Alle Angaben sind "ohne Gewähr" - für die Richtigkeit ist der Verfasser verantwortlich.

 

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